CDU-Kreistagsfraktion fordert Tempo bei zentralen Verkehrsprojekten
Am vergangenen Samstag trafen sich der CDU-Bezirks- und Kreisvorstand mit CDU-Bürgermeistern aus Nordwürttemberg auf der Landesgartenschau in Ellwangen. Dabei drängte die CDU-Kreistagsfraktion auf eine schnelle Umsetzung der zentralen Verkehrsprojekte im Ostalbkreis. Fraktionsvorsitzender Dr. Gunter Bühler übergab Bundesverkehrsminister Steffen Bilger gemeinsam mit Heike Brucker, Winfried Mack MdL und Wolfgang Steidle im Rahmen eines Netzwerktreffens der CDU-Bürgermeister ein entsprechendes Forderungspapier. Anschließend wurde das Schreiben bei der Sitzung des CDU-Bezirksvorstands auch Landesverkehrsministerin Nicole Razavi überreicht.
Übergabe des Forderungspapiers der CDU-Kreistagsfraktion an Bundesverkehrsminister Steffen Bilger: Winfried Mack MdL, Heike Brucker, Dr. Gunter Bühler, Steffen Bilger MdB und Wolfgang Steidle (von links).„Mit Steffen Bilger als Bundesverkehrsminister aus unserer Region und Nicole Razavi als CDU-Verkehrsministerin des Landes bietet sich jetzt eine große Chance, bei den entscheidenden Infrastrukturprojekten endlich voranzukommen“, betont Dr. Gunter Bühler, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion und Bürgermeister der Stadt Bopfingen. „Der Ostalbkreis ist ein starker Wirtschafts- und Innovationsstandort und unsere Verkehrsinfrastruktur muss mit dieser Entwicklung Schritt halten. Jetzt müssen wir aufholen – mit klaren Prioritäten, schnelleren Verfahren und einer zügigen Umsetzung.“
An erster Stelle steht für die CDU-Kreistagsfraktion der unverzügliche Neubau der Kochertalbrücke im Zuge der B19/B29a. Die Verbindung ist für den Wirtschaftsraum Aalen, Unterkochen, Oberkochen und Königsbronn mit rund 25.000 Arbeitsplätzen und zahlreichen Weltmarktführern von herausragender Bedeutung. Bund und Land werden aufgefordert, das Projekt zur Chefsache zu machen. Während der Bauzeit müsse zudem eine leistungsfähige Umfahrung mit intelligenter, bedarfsgerechter Verkehrssteuerung gewährleistet werden. Die CDU fordert daher ein KI-gestütztes Musterprojekt für diese digitale Verkehrssteuerung.
Weitere Schwerpunkte sind eine tragfähige und zügig realisierbare Lösung für den Albaufstieg zwischen Aalen-Unterkochen und der A7 sowie die noch ausstehenden B29-Projekte. Dazu zählen insbesondere der vierstreifige Ausbau zwischen Schwäbisch Gmünd und Böbingen, die B29 neu zwischen Röttingen und Nördlingen sowie der leistungsfähige und möglichst kreuzungsfreie Ausbau der Verkehrsknoten zwischen Aalen und Westhausen.
CDU-Kreisvorsitzende und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Heike Brucker betont: „Steffen Bilger kennt die Region und hat bereits als Staatssekretär im Verkehrsministerium wichtige Projekte auf den Weg gebracht. Die Ortsumfahrungen Ebnat und Mögglingen und der 4-spurige Ausbau der B29 zwischen Aalen und Essingen wären ohne ihn nicht möglich gewesen.“
Landtagsabgeordneter und Kreisrat Winfried Mack unterstreicht: „Die Kochertalbrücke und der Albaufstieg sind Lebensadern für einen der stärksten Industriestandorte Baden-Württembergs. Nicole Razavi kennt die Bedeutung dieser Projekte sehr genau. Bund, Land und Region müssen jetzt gemeinsam alle Möglichkeiten nutzen, um schneller Baurecht zu schaffen und mit dem Bau zu beginnen.“
Der Erste Bürgermeister der Stadt Aalen und Kreisrat Wolfgang Steidle ergänzt: „Gerade im Raum Aalen, Unterkochen und Oberkochen erleben Beschäftigte, Anwohner und Unternehmen täglich die Folgen der bestehenden Engpässe. Wir brauchen leistungsfähige Verbindungen zur A7 und bessere Lösungen entlang der B29 und B19 – pragmatisch, wirtschaftlich und so schnell wie möglich.“
Neben den Straßenprojekten spricht sich die CDU-Kreistagsfraktion auch für weitere Verbesserungen bei der Schieneninfrastruktur im Ostalbkreis aus. Hier steht jetzt besonders der Ausbau der Oberen Jagstbahn auf der Agenda, um den IC als Fernverkehrsverbindung zwischen Karlsruhe/Stuttgart und Nürnberg/Berlin zu sichern. Dr. Gunter Bühler freut sich, dass der Ausbau der Brenzbahn und die Verbesserungen auf der Riesbahn bereits in der Umsetzung seien.
„Unsere klare Erwartung ist jetzt, dass die Schlüsselprojekte Kochertalbrücke, Albaufstieg und B29 mit gemeinsamer Kraft von Bund und Land vorangebracht und so schnell wie möglich umgesetzt werden“, so Bühler, der den sehr guten persönlichen Austausch mit Steffen Bilger beim Netzwerktreffen lobt. „Wir müssen zeigen, dass wir es in Deutschland noch können!“