Pressestimmen

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09.01.2020, 18:00 Uhr | Schwäbische Post
Betreiberwechsel auf der Remsbahn als letzter Ausweg?
Was Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter mit den Forderungen der Bahnfahrer an Go-Ahead und die Politik nun vorhat.
Auf die Remsbahn ist seit Monaten kein Verlass mehr. Bahnfahrer, Bürgermeister und Politiker sind frustriert und haben sich jetzt ausgetauscht. Foto: opo (Schwäbische Post)
Roderich Kiesewetter, der zusammen mit seinem CDU-Kollegen Winfried Mack die Diskussionsveranstaltung im „Sancho“ organisierte, ist selbst ein regelmäßiger Bahnfahrer. „Die Hälfte meiner Züge ist nicht pünktlich“, berichtet er: „Hier ist etwas ganz im Argen.“ Er nehme grundsätzlich immer einen Zug früher als eigentlich nötig – und selbst das reiche manchmal nicht aus. Dass es auch anders gehe, beweise der neue Betreiber SWEG auf der Brenzbahn. Möglicherweise müsse man auf der Remsbahn einen Betreiberwechsel in Betracht ziehen, wenn weiterhin vertraglich festgelegte Leistungen nicht erfüllt werden.

Auch Aalens Bürgermeister Wolfgang Steidle berichtete von einem unfreiwilligen Aufenthalt in Schwäbisch Gmünd, weil der IRE derzeit nicht nach Aalen fährt und der nächste planmäßige Zug auch ausfiel. „Es kann doch nicht so schwer sein, Personen von A nach B zu bringen“, sagte er. Was es bedeutet, wenn Go-Ahead eine Pünktlichkeitsquote von 80 Prozent im Dezember angibt, verdeutlichte ein Pendler: „Jeder fünfte Zug hat ein Problem.“

Kiesewetter notierte insgesamt 42 Vorschläge, die er in den kommenden Wochen aufarbeiten und veröffentlichen wolle. „Wir müssen die wirklichen Bedürfnisse vor Ort lösen“, sagte er. Er versprach, sich mit den gebündelten Forderungen an die verantwortlichen Stellen bei Go-Ahead, Verkehrsministerium und Deutscher Bahn zu wenden. Allerdings nicht in einem öffentlichen Brief, da man einen konstruktiven Dialog wünsche und niemanden vorführen wolle. Kiesewetter versprach, die Antwort auf sein Schreiben zu veröffentlichen.

Er bedauerte, dass Verkehrsminister Winfried Hermann nicht an dieser Veranstaltung teilnehmen wollte, da sie nicht überparteilich organisiert wurde. „Wir sind direkt gewählte Abgeordnete und wollen offen und frei diskutieren“, sagte dazu Kiesewetter. Das Thema sei zu wichtig, um damit Parteipolitik zu machen.

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