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25.07.2020, 12:00 Uhr
Ostalb-CDU will Handwerk und duale Ausbildung stärken
Erstmalig tagt der Kreisvorstand der Ostalb-CDU wieder in Präsenz, wenn auch in einem weit größeren Saal als sonst, um den vorgeschriebenen Mindestabstand einhalten zu können. Dominierendes Thema sind die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise, die sich auch in der Region langsam abzeichnen.
„Unser örtliches Gesundheitsamt, die Ärztinnen und Ärzte sowie das gesamte medizinische Personal haben in einem unglaublichen Kraftakt dazu beigetragen, dass wir das Virus auf der Ostalb erfolgreich eindämmen konnten“, betont der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter. „Doch neben der medizinischen haben wir auch eine große wirtschaftliche Herausforderung vor uns, wenn wir unsere Arbeitsplätze und unseren Wohlstand auch in Zeiten der Corona-Krise bewahren wollen“, so der CDU-Kreisvorsitzende Kiesewetter. Die Soforthilfsprogramme von Bund und Land seien gut angenommen worden und hätten den Unternehmen wichtigen Spielraum verschafft, doch gleichzeitig müsse man auch die langfristige Wirtschaftsentwicklung im Auge behalten.

Besorgt zeigt sich Landtagsabgeordneter Winfried Mack über die steigende Jugendarbeitslosigkeit, die sich binnen eines Jahres fast verdoppelt habe, sowie dem hohen Anteil an Beschäftigten in Kurzarbeit in der Region. „Trotz dieser Zahlen sind viele Ausbildungsstellen in der Region unbesetzt, obwohl eine duale Ausbildung eine fundierte, praxisnahe Qualifizierung bietet und mit vielen Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung und des lebenslangen Lernens verbunden ist“, beklagt Mack. Zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Kiesewetter spricht er sich dafür aus, die Jugendlichen künftig noch besser über Berufsperspektiven, gerade im regionalen Handwerk, zu informieren und hierfür verstärkt auch das bestehende digitale Angebot auszuweiten.

„Nicht nur berufliche Perspektiven, auch eine gute medizinische Grundversorgung ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unserer Heimat“ ergänzt der stellvertretende Kreisvorsitzende und Chefarzt im Klinikum Mutlangen, Dr. Jens Mayer. Das von den Christdemokraten initiierte Modell des Landarztstipendiums sei ein wichtiger erster Schritt gewesen, aber für die Gewinnung medizinischen Nachwuchses im ländlichen Raum alleine noch nicht ausreichend. Durch eine Veränderung der Zuteilung von Studienplätzen, zum Beispiel über die Lehrkrankenhäuser sowie die Schaffung von medizinischen Versorgungszentren sei es zudem möglich, mit innovativen Konzepten dem Landarztmangel entgegen zu treten, so Mayer weiter. Ausdrücklich begrüßte er in diesem Zusammenhang die Initiativen des Landkreises und einzelner Städte wie Schwäbisch Gmünd.

Auch das Thema regionale Mobilität beschäftigt den Kreisvorstand. „Gemeinsam mit unserem CDU-Landtagskandidat Magnus Welsch setzen wir uns dafür ein, dass die beiden Landkreise Aalen und Heidenheim in Zukunft noch enger zusammenwachsen, beispielsweise durch ein verbessertes Angebot der Brenz- und Remsbahn“, betont Roderich Kiesewetter. Um den ÖPNV gerade für Berufspendler attraktiv zu machen, müsse sich „in Punkto Verlässlichkeit und Zeitersparnis aber noch einiges tun“, ergänzt Winfried Mack.

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