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23.01.2021, 14:00 Uhr
Auch digital ein voller Erfolg: Traditionelle Diskussion mit dem Bauerverband zum Kalten Markt
Der Kalte Markt in Ellwangen muss heuer coronabedingt ausfallen und seine berühmten Kutteln gibt es nur zum Abholen und zuhause essen. An seiner traditionellen Diskussion mit politischen Mandatsträgern aus der Region und dem Bauernverband hält der CDU-Stadtverband Ellwangen mit seinem Vorsitzenden Thomas Arendt jedoch fest. Statt im Bierzelt tauschen sich die Christdemokraten in diesem Jahr per Videokonferenz über die Zukunft der Landwirtschaft aus.
„Hundert Teilnehmer in diesem digitalen Format machen deutlich: Die Landwirtschaft liegt den Menschen am Herzen“, zeigte sich Ellwangens OB Michael Dambacher über die große Resonanz der digitalen Veranstaltung erfreut. Auch Bundestagsabgeordneter und CDU-Kreisvorsitzender Roderich Kiesewetter betonte: „Unsere Landwirtinnen und Landwirte auf der Ostalb stecken unglaublich viel Herzblut in ihre Familienbetriebe. Sie sichern unsere Lebensmittelversorgung und halten unsere Traditionen im ländlichen Raum am Leben. Damit das auch in Zukunft so bleibt, brauchen wir erzeugergerechte Preise in der Lebensmittelbranche“, so Kiesewetter. Darüber hinaus fordert er auch, Kinder und Jugendliche stärker an das Thema heranzuführen, etwa durch regelmäßige Schulklassenbesuche auf den Bauernhöfen.

Um die Wertschätzung der Landwirtschaft zu stärken, spricht sich auch Landtagsabgeordneter Winfried Mack dafür aus, in den Schulen noch stärker Wissen über eine gesunde und saisonale Ernährung mit regionalen Produkten zu vermitteln. Für die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft ist ihm eines besonders wichtig: Konventionelle Landwirte und Biobauern „dürfen wir nicht gegeneinander ausspielen. Beide leisten einen wichtigen Beitrag zu unserer Lebensmittelgrundversorgung. Stattdessen müssen wir zusammen an einem Strang ziehen, um Herausforderungen wie die Erhaltung der Biodiversität gemeinsam zu bewältigen.“

Tim Bückner, dem CDU-Landtagskandidaten im Raum Schwäbisch Gmünd, ist dabei vor allem die Bewahrung bäuerlicher Familienbetriebe ein Herzensanliegen. Denn „die Corona-Krise führt uns einmal mehr nachdrücklich vor Augen, wie systemrelevant unsere Landwirte sind. Um auch künftig eine sichere Grundversorgung zu garantieren, müssen wir unsere bäuerlichen Familienbetriebe besser unterstützen und dafür vor allem bürokratische Hürden abbauen“, bekräftigt Bückner.

Unter den hundert Teilnehmern der Veranstaltung entwickelt sich eine rege Diskussion. So fordert etwa der Vorsitzende des Bauernverbandes, Hubert Kucher, von der Politik, dass sie die deutsche Landwirtschaft mit ihren hohen Standards stärker fördern und einem Preisunterbietungswettbewerb durch Freihandelsabkommen entgegenwirken solle. Dabei macht er deutlich: Jeder Familienbetrieb, der einmal aufgegeben worden ist, schließt seine Scheunentore für immer.
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