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02.04.2008, 13:33 Uhr
Endlich ist der Tunnel endgültig in trockenen Tüchern!
Erleichtert und erfreut nahm der Gmünder Bundestagsabgeordnete Norbert Barthle (CDU) die Nachricht von der B-29-Tunnel-Auftragsvergabe zur Kenntnis. „Ich weiß, daß viele Gmünder erst dann wirklich an den Tunnel glauben, wenn sie selbst das erste Mal durchgefahren sind, aber mit der Zusage aus Berlin, die enorm erhöhten Kosten dennoch zu tragen, ist der Gmünder Tunnel endgültig in trockenen Tüchern,“ so Barthle in einer Stellungnahme.
Mit der Auftragsvergabe an die Bietergemeinschaft aus den Firmen, Östo-Stettin und Hinteregger sowie den Stuttgarter Unternehmen Züblin und Baresel sei quasi das letzte Puzzlestück auf dem Weg zum Tunnel an die richtige Stelle gesetzt worden. Die Kostensteigerungen um fast 100 Prozent seien bedingt durch gestiegene Sicherheitsanforderungen, durch die Knappheit an Tunnelbaufirmen, die so ein Großprojekt überhaupt stemmen können und wohl auch durch gestiegene Kosten beim Grundstückserwerb. „Jeder Grund für sich ist nachvollziehbar, in der Summe war ich dann schon mehr als überrascht,“ bekannte Barthle.

Ihn selbst habe das in den vergangenen Wochen auch noch einmal einigen Schweiß gekostet, betonte der Politiker. Zahlreiche Gespräche mit der Verkehrsstaatssekretärin Karin Roth (SPD), mit den zuständigen Beamten im Bundesverkehrs- und vor allem auch dem Bundesfinanzministerium habe er geführt, um die Bereitschaft wach zu halten, dieses deutschlandweit teuerste Tunnelbauprojekt im Rahmen einer Ortsumgehung zu finanzieren. „Insbesondere im Bundesfinanzministerium war man alles andere als begeistert, angesichts der Kostenexplosion weiterhin grünes Licht zu geben, vielleicht hat es etwas genutzt, dass ich dort als stellvertretender Haushaltssprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion anrufen konnte; Haushälter und Finanzministerium arbeiten traditionell gut zusammen. Auch einige meiner Kolleginnen und Kollegen aus Baden-Württemberg äußern sich besorgt über die Kostensteigerung, da sie sich um die Finanzierung eigener Projekte sorgen.“

Jetzt freue er sich auf das Anrücken der Baufirmen, die wohl noch in diesem Monat ihre Arbeit aufnehmen werden. „Die damit verbundenen Belästigungen werden wir Gmünder mit großer Freude und Dankbarkeit auf uns nehmen,“ so Barthle abschließend.