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04.11.2015, 18:00 Uhr | Frauen Union Ostalb
„Integrationsarbeit ist auch Präventionsarbeit“
Frauen Union Ostalb lobt Gmünder Flüchtlingspolitik
„Wir brauchen mehr Landeserstaufnahmeplätze für Flüchtlinge“, meint Daniela Dinser, Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Schwäbisch Gmünd. Bei einem Treffen der Frauen Union (FU) Ostalb stellte sie die Integrationspolitik in Gmünd vor und erläuterte die Auswirkungen der Flüchtlingspolitik aus Sicht der Kommune.
„Vom Flüchtling zum Bürger“: So laute das Credo in Schwäbisch Gmünd, berichtete Daniela Dinser. In der Stauferstadt würden derzeit 800 Flüchtlinge betreut. 400 seien in Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises untergebracht, weitere 400 in der „Anschlussunterbringung“ in Gmünd.

Dinser betonte: „Im Zentrum steht, dass wir die Flüchtlinge nicht nur unterbringen, sondern aufnehmen und integrieren. Man muss sie abholen und mit den Bürgern unserer Stadt in Kontakt bringen. Die Aufnahme in die Vereine sei dabei ein wichtiger Schritt. Auch, um einer Ghettoisierung entgegenzuwirken. Sonst entstünden interne Strukturen unter den Flüchtlingen, die man kaum mehr aufbrechen könne. „In dem Sinne ist Integrationsarbeit auch Präventionsarbeit, weil ein Abrutschen in Kriminalität verhindert wird“, kommentierte Petra Walter von der FU Ostalb.

Dinser ging auch auf das jüngste Gesetzespaket zur Asylpolitik des Bundes ein, das am 1. November 2015 in Kraft trat und eine leichtere Rückführung abgelehnter Asylbewerber vorsehe. Wichtig sei nun aber, weitere Erstaufnahmeplätze einzurichten, damit abgelehnte Asylbewerber gar nicht erst in kommunale Einrichtungen kämen

Dinser schilderte in diesem Zusammenhang eindrücklich die Sorgen eines Schulleiters, der davon ausgeht, dass einige Kinder nun abgeschoben werden. „Das bringt eine riesige Unruhe in die Klassen und verunsichert die Schülerinnen und Schüler.“