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09.06.2015, 19:07 Uhr
Berliner Luft geschnuppert
Reisegruppe vom CDU Stadtverband besuchte Bundeshauptstadt
Berlin ist immer eine Reise wert! So lautet auch das einhellige Resümee der Teilnehmer der viertägigen Bildungsreise vom 25.-28. Mai 2015, die von Rose Uhl vom CDU Stadtverband Schwäbisch Gmünd sorgfältig geplant und vorbereitet und von Christof Preiß während der Reise organisatorisch bestens betreut wurde.
Nach frühzeitigem Start am Pfingstmontag machte der Bus im oberfränkischen Himmelkron die erste Pause mit Gelegenheit zum deftigen zweiten Frühstück. Am Nachmittag war das erste Ziel erreicht, Potsdam. Dort wartete bereits der örtliche Reiseführer, der mit vielen wissenswerten Informationen die volle Aufmerksamkeit der Teilnehmer gewinnen konnte. Die Stadt Potsdam bietet mehrere historische Besonderheiten: Sie ist über 1000 Jahre alt und damit älter als Berlin, das Holländer Viertel ist eine bauliche Augenweide, im Schloss Cecilienhof wurde während der Potsdamer Konferenz 1945 weichenstellende Nachkriegsgeschichte geschrieben. Ob das Schloss Sans Souci, erbaut unter Friedrich dem Großen, wirklich ein Ort „ohne Sorge“ war, wie sein Name sagt, bleibt unbeantwortet. Abends wurde das Hotel erreicht, durch seine zentrale Lage nahe Ku-Damm und KaDeWe idealer Ausgangspunkt für eigene Unternehmungen.

Der zweite Tag begann mit einer ausgiebigen Stadtrundfahrt durch Kreuzberg nach Tempelhof (Luftbrückendenkmal und altes Flughafengebäude), weiter ging’s zum Potsdamer Platz, der schon in den 20er Jahren der verkehrsreichste Platz Europas war. Heute besticht er durch das imposante Sony Center. Weitere Highlights der Rundfahrt: Gendarmenmarkt, Unter den Linden (Preußens Paradestraße), Rotes Rathaus, Alexander-Platz, Kanzleramt, Museumsinsel, Brandenburger Tor, Schloss Bellevue, Siegessäule, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Nach Ankunft in der Landesvertretung Baden-Württemberg wurden die Gäste mit schwäbischen Maultaschen und Kartoffelsalat bewirtet, um danach Informationen zu Aufgaben und Arbeitsweise der Institution zu erhalten mit anschließender regen Diskussion zu aktuellen Themen der Landes- und Bundespolitik.

Ein Höhepunkt der Reise bildete der Besuch im Reichstagsgebäude mit interessantem Fachvortrag im Plenarsaal des Bundestags zur Arbeit des Parlaments. Ein absolutes Muss ist die Begehung der gläsernen Kuppel des britischen Architekten Sir Norman Foster, der damit ein neues Wahrzeichen geschaffen hat. Zu einer luftigen Schifffahrt auf der Spree stieß der Wahlkreisabgeordnete, Staatssekretär Norbert Barthle, zur Gruppe. Mit einem angeregten und ausgiebigen Meinungsaustausch in einem gemütlichen Brauerei-Restaurant im Hackeschen Markt klang der Abend mit Norbert Barthle aus.

Der dritte Tag stand unter dem Motto „Berliner Mauer“. Im Dokumentationszentrum „Bernauer Straße“ wurde ein Film über Mauerbau und Teilung gezeigt, der Mauerverlauf durch Pflastermarkierung auf der Straße konnte nachvollzogen werden, das Schicksal der Ackerstraße mit damals zum Westen überhängenden Fassaden wurde sichtbar, mit der East Side Gallery (Mauerkunst) und Checkpoint Charly wurden weitere Denkmale innerdeutscher Vergangenheit hervorgehoben. Besonders eindrucksvoll war die Besichtigung des Stasi-Gefängnisses in Hohenschönhausen, zu DDR-Zeiten zwar auf keinem Stadtplan zu finden, jedoch ein Ort mit unvorstellbarem Psycho-Terror, wie von den Gästeführern als ehemalige Inhaftierte und Zeitzeugen anschaulich geschildert wurde. Wohltuend erlebt wurde danach die Kaffeepause auf dem Fernsehturm am Alex, der Rundblick über Berlin zeigt eine großzügig angelegte, weiträumige Stadt mit viel Grün, die Teilung scheint mit Ausnahme weniger Narben gut überwunden zu sein. Nach persönlicher Freizeit am vierten Tag trat man die Heimreise an, im Gepäck zahlreiche bleibende Eindrücke von einer Metropole voll pulsierendem Leben, Multi-Kulti-Flair und viel Herz und Schnauze.

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