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03.06.2008, 10:40 Uhr
Jugend und Parlament ist eine tolle Veranstaltung: MdB Norbert Barthle trifft Carl Höfer im Deutschen Bundestag
edes Jahr übernehmen im Deutschen Bundestag vier Tage lang junge Menschen das Kommando. Auch heuer haben 308 Jugendliche die Plätze der Abgeordneten im Plenum eingenommen; sie sind Teilnehmer des Planspiels „Jugend und Parlament“, bei dem an vier Tagen fiktive Gesetzgebungsverfahren an Originalschauplätzen im Reichstagsgebäude und im Paul-Löbe-Haus durchgespielt werden.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Barthle hatte heuer den Weissacher Carl Höfer (19) nominiert, der sich dieser Herausforderung gerne stellte.

„Die Tage in Berlin sind spannend und abwechslungsreich. Selbst im Plenarsaal zu sitzen, den man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, ist großartig. Mit meiner Partei bin ich allerdings nicht so glücklich,“ gestand Höfer auf Nachfrage. „Ich habe die ‚Partei für Soziale Gerechtigkeit’ gezogen, also quasi die Linkspartei, und darf nun in den Arbeitsgruppen und Ausschüssen Meinungen vertreten, die mir im echten Leben eher populistisch vorkommen. Aber andererseits schult das die Debattierfähigkeit, unterm Strich bleibt also in jedem Fall eine positive Erfahrung.“

Neben Führungen und Treffen mit den Abgeordneten spielt vor allem das Nachspielen der realen parlamentarischen Vorgänge die Hauptrolle. Anträge, Gesetzentwürfe, Arbeitsgruppen, Debatten und Abstimmungen bestimmen für vier Tage das Leben der Nachwuchspolitiker. Barthle: „Ohne Zweifel stößt derzeit die Politik allgemein auf Verständnis- und Akzeptanzprobleme; wenn es uns mit solchen Aktionen gelingt, die Komplexität politischer Prozesse deutlich zu machen, ist das schon ein Gewinn. Und vielleicht lässt sich ja auch der eine oder die andere nicht vom Arbeitsumfang abschrecken und findet Gefallen an der Parlamentsarbeit. An guten und engagierten Politikern können wir nicht genug haben!“

Carl Höfer, ehrenamtlich auch als hoffnungsvoller Fußball-Schiedsrichter weit über den Wahlkreis hinaus aktiv, , vermisste bei den Debatten nur eines: „Wenn es auf dem Sportplatz zu ruppig zu geht, hab ich meine gelbe und rote Karte – so etwas müsste der Parlamentspräsident auch haben.“