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17.02.2010, 14:25 Uhr
Eble folgt Reichert als CDU-Chef

Neuwahlen und Rede des Oberbürgermeisters standen im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Gmünder Christdemokraten

 

Der neue CDU-Vorstand in Schwäbisch Gmünd

Zahlreiche Mitglieder des CDU Stadtverbandes fanden trotz Kälte und glatter Straßen den Weg zur Hauptversammlung der CDU in die Krone Zimmern, um für die nächsten zwei Jahre einen neuen Vorstand zu wählen. Der scheidende Vorsitzende Hermann Reichert konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter Norbert Barthle MdB und den ehemaligen Staatssekretär Dr. Schulte, Oberbürgermeister Richard Arnold, den ersten Bürgermeister Dr. Bläse, sowie Ministerialdirektor Thomas Halder.

In seinem Rechenschaftsbericht lieferte Reichert einen Überblick über seine fast zehn Jahre dauernde Tätigkeit als Stadtverbandsvorsitzender. Er erinnerte an die schwere Zeit, als er das Amt vom Interimsvorsitzenden Dr.Scheffold MdL übernahm und die Gmünder CDU in den folgenden Jahren wieder in ruhigeres Fahrwasser lenken konnte. Reichert nannte auch viele Erfolge, die sich die CDU auf die Fahnen schreiben könne. Beginnend mit der Bürgerbefragung, die zum busfreien Marktplatz führte, über den Tunnel, die Landesgartenschau und das Landesgymnasium mit dem Sportleistungszentrum wirkte die Union überall mit und trug entscheidend zur Stadtentwicklung bei. Auch die Wahlerfolge in seiner Amtszeit fanden Erwähnung. Gab es bei seinem Amtsantritt einen SPD-OB und eine rot-grüne Bundesregierung, hat Gmünd nun wieder ein von der CDU unterstütztes Stadtoberhaupt und im Bund regiert eine christlich-liberale Koalition. Reichert, der dem Vorstand als Beisitzer erhalten bleibt, bedankte sich für seine Zeit als Vorsitzender, in der er viel gelernt und viele Freunde gefunden habe. Als Präsent vom Stadtverband gab es ein handsigniertes Buch mit Widmung der CDU-Bundesvorsitzenden und Bundeskanzlerin Dr. Merkel, sowie ein großes Paket an kulinarischen Leckereien.

Unter der Tagungsleitung von Martin Lang wurden die Neuwahlen durchgeführt. Stadtrat und Regionalverbandsdirektor Thomas Eble bewarb sich in einer zehnminütigen Rede um den Vorsitz. Er sehe den Stadtverband als Servicestelle und Ideenschmiede für die Ortsverbände und möchte kurze Wege der Kommunikation mit den Mitgliedern, den Verbänden und den Gliederungen herstellen. Die CDU solle als Volkspartei nahe bei den Bürgern sein, offen diskutieren und Entscheidungen zielgerichtet herbeiführen. Auf die sehr starke JU in Gmünd baue er ebenso, wie auf alle anderen Gliederungen der Union. Als Motivation seiner Bewerbung nannte Eble die großen Herausforderungen und Chancen, die vor Gmünd liegen. Gemeinsam mit allen Abgeordneten, Mandatsträgern und Mitgliedern wolle er diese Chancen ergreifen und die Herausforderungen meistern. Die Versammlung folgte dieser Aufbruchsstimmung und wählte Thomas Eble mit einem großen Vertrauensvorschuss einstimmig zu ihrem neuen Stadtverbandsvorsitzenden.

Die übrigen Wahlen erfolgten ebenfalls fast einstimmig und brachten folgendes Ergebnis: Rose Uhl (Stellvertreterin), Tim Bückner (Stellv. und Pressesprecher), Dirk Jentzsch (Kassier), Alexander Koller (Schriftführer), Oliver Pauser (Internetreferent), Dr. Albrecht Bodenstein, Rolf Crummenauer, Raynulf Jehle, Christian Kranenberg, Andreas Latzko, Christof Preiß, Andrea Rack, Hermann Reichert, Sergio Rota, Cornelia Wacker und Aloisia Widmann-Bayer (je Beisitzer), Josef Heissenberger und Christoph Schulte (Kassenprüfer).

Der Hauptredner des Abends, Oberbürgermeister Arnold, dankte zunächst Hermann Reichert für seine langjährige Tätigkeit im Ehrenamt. Er lobte die „Erneuerung der CDU von unten“ die auch durch eine herausragende Junge Union möglich sei. Für eine Bilanz seiner Amtszeit sei der Zeitpunkt noch zu früh, eine Aufbruchsstimmung sei gleichwohl zu spüren. Den großen wirtschaftlichen Aufgaben will er durch Motivation, Anreiz und ein gmündeigenes Konjunkturprogramm begegnen. Dieses sieht er in der Ablehnung von ÖPP, wodurch lokale und regionale Handwerksbetriebe gefördert würden, sowie durch die Lockerung von Bauvorschriften. Gmünd müsse auch seine Marken schützen. Wir seien die älteste Stauferstadt und sonst niemand. Beim Thema Tunnelfilter lasse er sich nicht entmutigen und werde weiterkämpfen, vom bürgerschaftlichen Engagement seiner Heimatstadt zeigte er sich überwältigt.

Norbert Barthle erinnerte in einem kurzen Überblick über die Bundespolitik daran, dass 95 Prozent des Bundeshaushaltes noch aus steinbrückscher Feder stammen und dieser eine noch höhere Neuverschuldung plante. Auch er kämpfe weiterhin für einen Filter, ebenso für die Umfahrung von Mögglingen.

In seinem Schlusswort dankte der neue Vorsitzende für den Vertrauensvorschuss und versprach, dass die CDU die Stadtentwicklung mit Augenmaß und Verantwortung für die folgenden Generationen begleiten wird. Gleichzeitig mahnte er, dass die Zeit nach der Landesgartenschau und auch die Stadtteile nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Dafür wolle er sorgen und rief alle Mitglieder und Bürger zur Mitarbeit auf.

Tim Bückner (Stellv. und Pressesprecher)