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05.10.2010, 20:31 Uhr
Winfried Mack: Die Bahnstrecke Stuttgart – Ulm ist ein Zukunftsprojekt
„Ostalbkreis profitiert erheblich“

Ostalbkreis

„Unser Land braucht eine zukunftsfähige Anbindung an den europäischen Schienen-Schnellverkehr. Davon hängt unser Wohlstand und damit unsere soziale Sicherheit ab“, sagte der Landtagsabgeordnete Winfried Mack in einer Pressemitteilung zum Bahnprojekt Stuttgart - Ulm.


„In den nächsten Jahrzehnten wird die Bahn gegenüber dem Auto und dem Flugzeug erheblich an Bedeutung gewinnen, vor allem bei Entfernungen zwischen 100 km und 500 km. Viele Mitarbeiter unserer Betriebe müssen oft täglich zu ihren Kunden. Sie sind auch auf schnelle Bahnverbindungen angewiesen“, sagte Winfried Mack weiter.

Aalen und die Region Ostwürttemberg profitierten erheblich von dem Zukunftsprojekt Stuttgart - Ulm. Die Planungen sähen vor, dass der neue Stuttgarter Hauptbahnhof ab Aalen zukünftig im Halbstundentakt im Regionalverkehr erreichbar sein werde, so Winfried Mack. Der Flughafen Stuttgart werde in einer umsteigefreien Verbindung ab Aalen im Stundentakt erreichbar sein. Nach dem Bau von Stuttgart 21 seien auch

Städte wie Esslingen und Tübingen umsteigefrei ab Aalen erreichbar, so der Abgeordnete weiter. Ab 2015 werden auf der Remsbahn fabrikneue Waggons eingesetzt. Bereits im vergangenen Jahr sei die Schienenstrecke Schorndorf – Nördlingen für 50 Mio. Euro runderneuert worden.

Der Intercity von Karlsruhe über Stuttgart und Aalen nach Nürnberg bleibe zunächst erhalten. „Das Land hat zugesichert, sich bei der Deutschen Bahn dafür einzusetzen, die Verbindung zu stärken, sobald die Schnellbahntrasse Nürnberg – Erfurt – Leipzig voraussichtlich im Jahr 2016 in Betrieb geht“, erläuterte Winfried Mack. Dann werde die Fahrt von Stuttgart nach Berlin direkt über Aalen und Nürnberg kürzer und schneller sein als die bisherige ICE-Route über Mannheim, Frankfurt und Kassel. Damit sei auf der Strecke über Aalen mit einer zusätzlichen Nachfrage zu rechnen.

Nach 2020 soll dann nach dem bisherigen Zielkonzept die Linie von Nürnberg über Aalen nach Stuttgart statt nach Karlsruhe als zweistündlicher ICE über den Flughafen nach Böblingen und Singen – Zürich durchgebunden werden. Der Flughafen sei dann von Aalen umsteigefrei (zusätzlichen zum Regionalzug) mit dem ICE in knapp einer Stunde erreichbar. Alle bisherigen IC-Bahnhöfe Aalen, Ellwangen und Schwäbisch-Gmünd würden auch Haltepunkte des ICE, teilte Winfried Mack mit.

Die Landesregierung werde sich beim Bund auch dafür einsetzen, den zweigleisigen Ausbau der Strecke Goldshöfe – Crailsheim in die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans aufzunehmen. Derzeit erfolge eine Modernisierung und Weiterentwicklung der Bahnhöfe in Aalen und Ellwangen. „Wir in der Region Ostwürttemberg fordern auch die Elektrifizierung der Brenzbahn genauso wie die Elektrifizierung der Südbahn zwischen Ulm und Friedrichshafen“, sagte Winfried Mack.

„Das Projekt Stuttgart 21 und die Schnellbahntrasse nach Ulm wurden 15 Jahre lang in allen demokratisch gewählten Gremien und Parlamenten beraten und verabschiedet. Die Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass demokratisch zustande gekommene Beschlüsse auch umgesetzt werden“, so der Abgeordnete abschließend.

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