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14.10.2010, 20:47 Uhr
Winfried Mack: „Flurneuordnungen sind für die Entwicklung des Ostalbkreises unentbehrlich“
40 Mio. Zuschuss für 17 laufende Verfahren im Altkreis Aalen

Ostalbkreis                                                                                   14. Oktober 2010

„Die Flurneuordnung ist ein umfassendes und flexibles Instrument für die Strukturentwicklung im Ländlichen Raum und insbesondere für die Entwicklung im Ostalbkreis. Flurneuordnungen bieten vielfältige Maßnahmen um die Gemeinden im Ostalbkreis weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu gestalten, die Landwirtschaft für die Zukunft wettbewerbsfähig zu machen und die Kulturlandschaft zu erhalten.“, stellte der Landtagsabgeordnete Winfried Mack in einer Pressemitteilung fest. „Mit der Flurneuordnung und Landentwicklung können wir im Ostalbkreis dem ständigen Anpassungsdruck, den die Globalisierung und der demographische Wandel im ländlichen Raum hervorrufen wirkungsvoll begegnen. Durch dieses schlagkräftige Instrument werden wesentliche Grundlagen geschaffen, um Baden-Württemberg und die Region Ostwürttemberg im globalen Wettbewerb leistungsfähig zu halten“, betonte Winfried Mack.

Ziel der Flurneuordnung sei es grundsätzlich, die Lebens- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum zu verbessern. „Dazu werden zur Zeit im Wahlkreis Aalen 17 Flurneuordnungen durchgeführt. Investiert wurden und werden in diesen 17 Verfahren mehr als 53 Millionen Euro, die mit über 40 Millionen Euro vom Land, vom Bund und von der EU bezuschusst wurden“, teilte der Landtagsabgeordnete mit.

„Zentrale Bedeutung hat die Flurneuordnung für die Landwirtschaft. Hier kommt es darauf an, leistungs- und wettbewerbsfähige bäuerliche Betriebe im Ostalbkreis zu erhalten und weiterzuentwickeln. Denn nur so kann flächendeckend Landwirtschaft auch unter dem fortschreitenden Strukturwandel in unserer Region gewährleistet werden“ so Mack. Dies geschehe durch einkommenswirksame Verbesserungen in Flurneuordnungsverfahren für die Landwirtschaft wie den Wegebau und die Zusammenlegung von Äckern und Wiesen.

In Flurneuordnungen würden aber auch vielfältige Leistungen für die Allgemeinheit erbracht. Mit umfassenden und integrierenden Lösungsansätzen würden zum Beispiel wichtige Impulse für die Strukturentwicklung der Kommunen geboten. „Die Gemeinden in Ostwürttemberg sollen deshalb durch die Flurneuordnung als Wohn- und Arbeitsorte auch für junge Menschen attraktiv bleiben und gestärkt werden“, hob Winfried Mack hervor. Das heiße, Arbeitsplätze würden gesichert und geschaffen, Maßnahmen für den Fremdenverkehr, zur Erholung und die Freizeit würden durchgeführt. Das bedeute aber auch unsere wunderbare vielfältige Kulturlandschaft werde erhalten und gepflegt. Denn Landespflege und Naturschutz seien weitere wichtige Bausteine einer Flurneuordnung.

Der Flurneuordnung stehen verschiedene Verfahrensarten zur Verfügung, um den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Die „Regelflurneuordnung“ werde zum Beispiel vor allem für Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft und für die ländliche Entwicklung eingesetzt. Die „Unternehmensflurneuordnung“ werde für Großbauvorhaben, wie beispielsweise Autobahnen und Bundesstraßen oder den Hochwasserschutz gebraucht. Die „Vereinfachte Flurneuordnung“ werde meist dann angewandt, wenn in bereits bereinigten Gebieten erneut eine Flurneuordnung durchgeführt werden soll. Darüber hinaus gebe es noch die „Beschleunigte Zusammenlegung“ oder aktuell die Sonderverfahren zum Wegebau.