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05.06.2009, 20:28 Uhr
Kreis-CDU höchst zuversichtlich
Arnold und Kiesewetter „Stars“ des Kreisparteitages in Ellwangen

Große Zuversicht im Hinblick auf die kommenden Wahlen, aber auch Optimismus, was die Bewältigung der Wirtschaftskrise betrifft, verströmten am Mittwochabend die Redner beim CDU-Kreisparteitag in Ellwangen.

Fred Ohnewald

Ellwangen/Ostalbkreis. Der Besuch des Parteitags war natürlich eher spärlich: Am Tag vor Beginn der Pfingstferien blieb über die Hälfte der Sitze leer – doch für in irgendeiner Weise kritisch hatte wohl ohnehin niemand die Sitzung erachtet, und das zu Recht. Im Gegenteil: Die Kreis-CDU gab sich höchst gelassen, munter wurde es nur bei den Ansprachen des neuen Schwäbisch Gmünder Oberbürgermeisters Richard Arnold, der dem dortigen SPD-Schultes das Amt abgejagt hat, sowie des Bundestagskandidaten Roderich Kiesewetter: In beiden Fällen gab es regelrechte Ovationen.
Kreisvorsitzender Norbert Barthle warf als Bundestagsabgeordneter einen Blick zurück auf das vergangene bundespolitische Jahr und erläuterte die Maßnahmen der Regierung zur Abfederung der Wirtschaftskrise. Arbeitslosigkeit, Steuerausfälle, Neuverschuldung: Barthle schilderte die sich noch verschärfenden Probleme, malte aber kein Schreckensszenario: Wir, vor allem in Baden-Württemberg, packen das, lautete der Tenor.
MdB Georg Brunnhuber rief die Parteimitglieder dazu auf, Roderich Kiesewetter ebenso vehement zu unterstützen wie bisher ihn: „Man beneidet uns um ihn“, lobte Brunnhuber. Für „intelligente Lösungen“ nicht nur für die B 29-Problematik, sondern auch die vielen kleinen Sträßchen auf dem Land warb Dr. Eberhard Schwerdtner im Namen der CDU-Kreistagsfraktion, bevor Kiesewetter das Wort ergriff und im Galopp durch Kommunal-, Landes-, Bundes- und Weltpolitik jagte, immer wieder von Applaus unterbrochen. Nein zur Aufnahme der Türkei in die EU, solange dort noch Frauen unterdrückt werden und das Militär mehr zu sagen hat als die Politiker: Das gab Szenenapplaus, ebenso wie für den Landtagsabgeordneten Winfried Mack, als der, wie sämtliche anderen Redner auch, dem „grenzenlosen Casino-Kapitalismus“ den Kampf ansagte – sich zugleich freilich vom Sozialismus abgrenzend. Hilfe, so Mack, müsse es nicht „für die Zocker in Zuffenhausen“ geben, rüffelte er Porsche, sondern für die Firmen, die unverschuldet in den Schlamassel gerutscht seien.
Sozusagen nebenher liefen die Wahlen, auch sie völlig unproblematisch (in Klammern jeweils die Zustimmung in Prozent): Barthle bleibt Kreisvorsitzender (92,3), seine Stellvertreter sind Rosalinde Kottmann, Winfried Mack und Dr. Eberhard Schwerdtner (je 85). Kreisschatzmeister bleibt Martin Balle (94,7), Kreisschriftführer Hartmut Müller (95,5), Kreispressesprecher Thomas Wagenblast (85), Kreisinternetbeauftragte ist Jelena Fischer (97), Kassenprüfer bleiben Johann Hoffer und Markus Ladenburger.
Darüber hinaus wurden 15 Beisitzer des Kreisvorstandes sowie zahlreiche Delegierte gewählt. In allen Fällen gelang es mühelos, die Forderung des Frauenquorums zu erfüllen, mindestens ein Drittel Frauen in den Gremien zu haben: Von den Beisitzern stellen die Frauen immerhin neun von 23.