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26.10.2011, 13:09 Uhr | Pressemitteilung von Roderich Kiesewetter MdB
Ein Teil des Bundeswehr-Standorts Ellwangen bleibt
Kiesewetter: „Die Entscheidung hinterlässt gemischte Gefühle!“
Heute hat Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière entschieden, dass der Bundeswehrstandort Ellwangen mit einem deutlich reduzierten zivilen Anteil erhalten bleibt. Um die Größenordnung der Reform insgesamt klar zu machen: Von bisher 380 Standorten werden insgesamt 31 aufgelöst sowie 90 teilweise drastisch reduziert. Der Auflösungsprozess läuft zusammen mit der Umstrukturierung der Bundeswehr: Rund 120.000 zivile Arbeitsplätze und militärische Dienstposten fallen in den nächsten vier bis fünf Jahren deutschlandweit weg. 
„Es ist in einer beispielhaften Solidaritätsaktion der regionalen Abgeordneten, des Landrats und des Oberbürgermeisters sowie der regionalen Medien gelungen, den traditionsreichen Standort Ellwangen als zivilen Standort zu erhalten“, erläutert Kiesewetter. „Es ist diese gemeinsame Arbeit, die zu diesem Ergebnis geführt hat. Bis Anfang der Woche stand Ellwangen auf der Streichliste.“

Künftig werden in Ellwangen vor allem das Sprachenzentrum Süd mit ca. 200 Kursteilnehmern sowie eine Betreuungsstelle des Dienstleistungszentrums und ein Reservistenanteil bestehen bleiben, die zusammen den Kern des zivilen Standorts Ellwangen in dem ehemaligen königlich-württembergischen Teil der Kaserne bilden werden. „Ich bin Verteidigungsminister de Maizière nach unserem persönlichen Gespräch sehr dankbar, dass Ellwangen nicht komplett geschlossen wird!“, betont Kiesewetter. „Aber noch sind die genauen Ausführungsbedingungen nicht klar.“

Kiesewetter führt aus: „Mein erster Gruß und mein Mitgefühl gilt den Soldatinnen und Soldaten des Transportbataillons 465, dessen Auflösung leider abzusehen war, und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Großteils des Dienstleistungszentrums. Sie verdienen unsere Solidarität und Zuwendung. Jetzt ist der Dienstherr in seiner Fürsorgepflicht gefragt – wir werden das aus der Region aufmerksam begleiten.“

Kiesewetter weist daraufhin, daß auf Ellwangen trotz dieser guten Nachricht gewaltige Veränderungen zukommen werden: „Jetzt geht es darum, für Ellwangen ein neues Nutzungskonzept mit tragfähigen Alternativen für den aufzugebenden Teil der Kaserne zu entwickeln. Hierzu werden wir in der Region mit Unterstützung des Bundes und des Landes jetzt die Gespräche beginnen.“