Neuigkeiten

15.11.2006, 11:53 Uhr
Anbieterwechsel lohnt sich
„Wettbewerb ist ein Schlüsselthema in der Energiepolitik”, mit diesem Kernsatz fasste Bundeskanzlerin Angela Merkel das Ergebnis des letzten Energiegipfels zusammen. Damit eine gesunde Konkurrenz entsteht will die Union die Verbraucherseite im Energiemarkt stärken. Bereits seit mehreren Jahren können private Haushalte den Stromversorger wechseln.
Bislang machen aber nur fünf Prozent von diesem Recht auf Wechsel Gebrauch. Zu wenig, um den Wettbewerb im Energiemarkt zu entfachen, wundert sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Barthle.

Viele Verbraucher scheuen den Wechsel und befürchten, dass der Strom abgeschaltet und der Gashahn zugedreht wird. Vielfach sind alternative Angebote auch nicht bekannt und so kommt es, dass die Menschen sich der Preispolitik ihres Stromlieferanten hilflos ausgeliefert fühlen.

Dabei tummeln sich im Endkundenbereich mehr als 900 Anbieter: Von neuen bundesweiten Anbietern über Ökostromanbieter bis hin zu lokalen Versorgern, die ihr Angebot auf andere Regionen ausweiten. Auch im Gasbereich finden erste neue Anbieter auf den Markt.

Die Wechselbedingungen hat die Bundesregierung erst kürzlich durch die neue Verordnung zur Grundversorgung entschieden verbessert. Bürokratische Hürden werden abgebaut und der rasche Wechsel des Anbieters erleichtert sich erheblich. Die Kündigungsfrist von bisher einem Jahr ist auf einen Monat verkürzt worden, wer umzieht, kann sogar schon nach zwei Wochen aus seinem Grundtarif aussteigen.

Indem der Verbraucher innerhalb weniger Wochen zu einem billigeren Anbieter wechselt, kann er flexibel auf die Erhöhungen von Strom- oder Gaspreisen reagieren. Einsparungen von bis zu 300 Euro im Monat sind je nach Standort möglich.

Die Verhandlungen zwischen alten und neuen Lieferanten sind nach wie vor kompliziert und können sich über Wochen hinziehen. Nicht selten war der Verbraucher der Leidtragende, weil sich durch die langwierigen Verhandlungen sein Wechselwunsch ungebührlich verzögerte. Diese Situation wird durch die neue Verordnung entschärft: wenn der Grundversorgungsvertrag fristgerecht gekündigt wurde, wirken sich Preiserhöhungen nicht mehr zu Lasten des Verbrauchers aus.

Die Politik setzt den Rahmen für einen funktionierenden Wettbewerb und stärkt so die Wahlfreiheit des Kunden. Billigvorwahlen beim Telefonieren zeigen, wie es auch beim Strom und Gas laufen kann. Das wollen wir durch die Stärkung der Verbraucherrechte erreichen, denn wir verstehen den Privatkunden als aktiven, selbstbewussten Partner auf dem Energiemarkt. Durch sein marktbewusstes Verhalten belohnt er den kostengünstigsten oder umweltfreundlichsten Anbieter und schafft so einen wichtigen Anreiz zum Wettbewerb unter den Energieversorgern.

Auf den Internetseiten http://www.verivox.de und http://www.billiger-strom.de finden Sie wertvolle Tipps und Hinweise rund um den Stromwechsel.

Suche

Landesverband Baden Württemberg