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05.12.2006, 11:27 Uhr
JU Ellwangen gegen politischen Extremismus und Gewalt
Am 18. November richtete die Junge Union Ellwangen auf dem Marktplatz der Stadt eine große Kundgebung gegen politischen Extremismus und Gewalt aus. Anlass dazu war die Demonstration der „Jungen Nationaldemokraten“ (JN) am 25. November in Ellwangen.
Die JU hatte sofort nachdem bekannt geworden war, dass die JN eine Demonstration planen, zu einer Kundgebung aufgerufen. „So etwas werden wir unter keinen Umständen tatenlos hinnehmen“, war die einhellige Meinung der Vorstandschaft. Im Gegensatz zu den Jusos und den Grünen sowie einigen lokalen Bündnissen lehnten JU und CDU eine Gegendemonstration mit direkter Konfrontation strikt ab. „Wir distanzieren uns ganz klar von Protesten dieser Art, weil wir uns nicht auf das Niveau von Randalierern begeben wollen“, so Tobias Bertenbreiter, stv. Vorsitzender der JU Ellwangen.

Federführend organisiert wurde die Kundgebung, die unter dem Motto „Bunt statt Braun“ stand, von der Jungen Union. Ihr war es gelungen den Widerstand gegen den Nazi-Aufmarsch zu bündeln. Unter den Mitveranstaltern fanden sich neben der CDU-Gemeinderatsfraktion auch viele andere Parteien, Verbände, Vereine und die Kirchen wider.

In seinen einführenden Worten hob der Vorsitzende der JU Ellwangen, Christoph Mayer, vor rund 600 Zuhörern die klare Botschaft dieser Veranstaltung hervor: „ Wir wollen in unserer Stadt weder politischen Extremismus noch Gewalt haben. So etwas hat bei uns in Ellwangen keinen Platz!“ Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Mack unterstrich: „Braune haben in unserem Land nichts verloren!“ Unter den Rednern war auch der neue Kreisvorsitzende der JU-Ostalb, Michael Dambacher. Er nahm in seinen Ausführungen auf die am 9. November 2006 neu eröffnete Synagoge in München Bezug. Dambacher mahnte, dass sich die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht wiederholen dürften.

Den Abschluss bildete ein interreligiöses Friedensgebet, bei dem Geistliche und Laienvertreter von katholischer und evangelischer Kirche, aber auch von muslimischem und jüdischem Glauben gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und Hass und für Frieden beteten. Umrahmt wurde die Kundgebung von mehreren Chören und örtlichen Bands.

Rückblickend lässt sich konstatieren, dass es den demokratischen Kräften der Stadt gelungen war, im Vorfeld des Nazi-Aufmarsches ein Zeichen gegen politischen Extremismus und Gewalt zu setzen – und das auch weit über die Stadtgrenzen hinaus.

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