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15.05.2007, 14:36 Uhr
Kernenergie als „Brücke“ in die Zukunft
JU-Bodenseekonferenz vom 11. bis 13. Mai 2007
Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe zum Thema Energiepolitik und Umweltschutz tagte die Junge Union Ostalb drei Tage lang auf ihrer „Bodenseekonferenz“ in Lindau. Dabei diskutierte sie nicht nur die globalen Probleme des Klimawandels, sondern setzte ihren Schwerpunkt insbesondere auf Maßnahmen für die lokale Ebene.

„Das Ziel, den drohenden Klimawandel abzuwenden, erfordert konkrete Maßnahmen vor Ort, ideologisch geprägter Aktionismus allein reicht nicht aus. Vielmehr fordern wir langfristig orientiertes und verantwortungsbewusstes Handeln“, so der Kreisvorsitzende Michael Dambacher.

Im Hinblick auf die Veranstaltungsreihe zu den Themen Energiepolitik und Umweltschutz im Juni mit Andreas Renner und im September mit Umweltministerin Tanja Gönner nutzte die JU Ostalb das diesjährige Klausurwochenende und verfasste ein Thesenpapier zu diesen Themen.


Der derzeitige Anteil an erneuerbarer Energie ist im Vergleich zur Kernenergie sehr gering. In den nächsten 20 Jahren müsse dieses Verhältnis umgekehrt werden, so die Junge Union in ihrem Arbeitspapier. Bei ständig wachsendem Energiebedarf sei es nicht realistisch eine Vollversorgung über rein regenerative Energien zu gewährleisten, was auch die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke unumgänglich mache. Diese müssten stattdessen als „Brücke“ in die Zukunft verstanden werden.

Das mittelfristige Ziel der Energiepolitik muss aus Sicht der Jungen Union ein sinnvoller Energiemix aus regenerativer, fossiler Energie und Kernenergie sein.

Für die Region Ostalb bedeute dies konkret, dass vor allem die Kommunen sich ihrer besonderen Stellung als Vorbild und Vorreiter bewusst werden müssten. Mögliche Ansätze in Bezug auf erneuerbare Energien sieht die JU Ostalb z. B. im Bereich der Bauleitplanung und der entsprechenden Informationsversorgung der Bürger und Unternehmen über mögliche Förderprogramme zu regenerativen Energien. Dabei spielt zukünftig auch die frühzeitige Vermittlung eines Umweltbewusstseins in Kindergärten und Schulen nach Meinung der JU’ler eine tragende Rolle.

Des Weiteren unterbreitet die JU einen Vorschlag für einen sinnvollen Beitrag zum Energiemix im Ostalbkreis. Aufgrund seiner ländlichen Prägung könne der Landkreis vor allem über Biomasse und Holz in Form von Pellets zum Energiemix beisteuern. „Den Landwirten bietet sich hierbei eine große Chance“, so die einhellige Meinung unter den Teilnehmern „ auch Windkraftwerke und Photovoltaikanlagen sind vorstellbar, allerdings sollten diese nicht vereinzelt, sondern in konzentrierter Form an wirtschaftlich sinnvollen Standorten im Ostalbkreis gebaut werden.“

Im Bereich des Umweltschutzes spricht sich die JU Ostalb klar für ein sorgsames Flächenmanagement in den Stadt- und Ortskernen aus. Zudem fordert sie mehr Ortsumfahrungen zur Eindämmung von Staus, mehr „grüne Pfeile“ an Ampelkreuzungen und den verstärkten Einsatz der „grünen Welle“ für einen besseren Verkehrsfluss.
Die Kürzung der Zuschüsse im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs im ländlichen Raum wirkt nach Meinung der Jungen Union Ostalb dagegen kontraproduktiv. Für den Ostalbkreis ist ihrer Meinung nach die Einführung eines Studententickets für die Studenten der Hochschulen im Landkreis dringend notwendig.

Das Arbeitspapier bereitet die JU-Ostalb auf ihre bevorstehende Themenreihe vor. Am 22. Juni 2007 kommt Andreas Renner um 17.30 Uhr nach Abtsgmünd zum Thema „Energiepolitik“. Umweltministerin Tanja Gönner referiert am 22. September 2007 zum Thema „Umweltschutz“ um 18.30 Uhr in Hüttlingen. Nähere Informationen sind auch unter http://www.ju-ostalb.de/ zu finden.