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09.11.2007, 10:53 Uhr
Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsident Oettinger zu Gast bei der 50-Jahr-Feier
MdB Brunnhuber lud zum 50-jährigen CDU-Landesgruppen-jubiläum ein - Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsident Oettinger zu Gast bei der 50-Jahr-Feier der CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg in Berlin
An diesem Montag beging die CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg ihr 50-jähriges Bestehen. Der Vorsitzende der Landesgruppe, der Oberkochener Abgeordnete Georg Brunnhuber, hatte Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in die Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin eingeladen. In Anwesenheit der Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Kabinettsmitglieder Jung, Glos, Maizière, den Landesgruppenmitglieder und Ministern Dr. Anette Schavan und Dr. Wolfgang Schäuble, des Ministerpräsidenten Günther Oettinger und Vertretern des Landesregierung feierten zahlreiche prominente Gäste mit den baden-württembergischen CDU-Abgeordneten diesen 50. Geburtstag. In seiner Begrüßungsrede zeichnete Brunnhuber die Entstehungsgeschichte der Landesgruppe nach. Vor der Gründung am 10. Oktober 1957 waren bereits einige Versuche der Gruppenbildung gescheitert. Konrad Adenauer war kein Befürworter von regionalen Fraktionen innerhalb der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Davon zeugt bereits eine Protokollnotiz von der allerersten Fraktionssitzung der Christdemokraten am 1. September 1949, die Georg Brunnhuber in seiner Rede zitierte. Adenauer rügte damals einen “Herrn aus Württemberg”, weil der darauf bestanden hatte, neben Kollegen aus dem Ländle zu sitzen. “Wenn es Ihnen besonderes Vergnügen macht”, grummelte der Kanzler, “oder wenn Sie sich geborgener fühlen, wenn Sie im Schoße Ihrer engeren Heimatgenossen sind, so tun Sie das in Gottes Namen.” Brunnhuber führte weiter aus, dass es nach der Überwindung der staatlichen Zersplitterung des Deutschen Südwestens durch die Bildung des neuen Bundeslandes Baden-Württemberg im Jahr 1952 noch fünf Jahre dauerte, bis eine gemeinsame Staatsidentität und ein Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Badenern, Württembergern und Bürgern der ehemals Hohenzollerischen Lande zu der Gründung der „Arbeitsgruppe der CDU Abgeordneten aus Baden-Württemberg“, der heutigen Landesgruppe, führte. Die Landesgruppe könne mit Stolz auf das Geleistete zurückschauen, so Brunnhuber. Zwei Bundeskanzler (Ludwig Erhard und Kurt Georg Kiesinger), zwei Bundestagspräsidenten (Eugen Gerstenmeier und Philipp Jenninger), zwei Fraktionschefs (Wolfgang Schäuble und Volker Kauder) sowie zahlreiche Bundesminister und Staatssekretäre waren Mitglieder der Landesgruppe. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel erinnerte die Gäste in Ihrer Rede daran, dass es CDU-Kollegen aus Baden-Württemberg waren, die ihr bei ihren ersten Schritten in der Bundespolitik hilfreich zur Seite standen. Ausdrücklich dankte sie dem damaligen Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Schäuble und dem Staatsminister Anton Pfeifer. Die Landesgruppe sei „opulent, stark und selbstbewusst“, auf ihr Wort sei Verlass, zudem stelle sie ein „wichtiges Bindeglied“ zwischen CDU und CSU dar. Christdemokraten aus Baden-Württemberg hätten sich Jahrzehnte lang als treue Freunde der CSU verstanden, sagte Fraktionschef Volker Kauder, selber Landesgruppenvorsitzender von 1998 bis 2002, in seinem Grußwort. „50 Jahre CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg – das ist eine Erfolgsgeschichte“, sagte der eigens aus Stuttgart angereiste Ministerpräsident Günther Oettinger. Die Abgeordneten in Berlin seien nicht nur Ideenlieferanten und fleißige Antreiber in der parlamentarischen Arbeit, sondern auch ein erfolgreiches Scharnier zwischen Bund und Land, den Bürgern und der Regierung. Im Anschluss an die Festreden leitete der Minister und Bevollmächtigte des Landes Baden-Württemberg beim Bund, Wolfgang Reinhart, zum geselligen Teil der Veranstaltung über. Neben Maultaschen und Linsen mit Spätzle wurde den Festgästen auch eine Broschüre über 50 Jahre Landesgruppe Baden-Württemberg im Deutschen Bundestag gereicht, die über das Landesgruppenbüro bezogen werden kann.

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