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22.11.2007, 10:42 Uhr
JU Ries schlägt Bildung eines „Jugendforums“ vor
Die JU-Ries möchte mit dem Vorschlag zur Bildung eines „Jugendforums“ auf die zunehmende Politikverdrossenheit der Jugend reagieren. „Wer eine Politik gestalten will, die den Interessen der jungen Menschen gerecht werden will, muss auf die Anliegen und Wünsche dieser jungen Menschen auch eingehen“ fordert die JU im „Positionspapier zur Jugendbeteiligung“.
Vorschlag der JU Ries ist, dass Bürgermeister und Ortsvorsteher sich in regelmäßigen Abständen den Fragen und der Kritik der Jugendlichen stellen, wobei es jedem Jugendlichen selbst überlassen ist, ob er an solch einem „Jugendforum“ teilnimmt oder nicht. Wichtig dabei ist, dass jeder Jugendliche, der ein wichtiges Anliegen hat, die Chance bekommt, die Kommunalpolitiker direkt anzusprechen. Dabei sollen sich die Jugendlichen zuerst in Arbeitsgruppen, die von einem Jugendbetreuer moderiert werden, aufteilen. Das Ziel ist es, zu jedem Thema einige Ideen und Vorschläge zu sammeln, die im Abschluss dem Bürgermeister, Ortsvorsteher sowie Vertretern der Gemeinderatsfraktionen vorgestellt werden. Unrealistische Forderungen können dann abgewiesen und die Gründe dafür dargelegt werden. Vor allem sollen jedoch Zusagen für die Vorschläge der Jugendlichen gefunden werden.

Der Plan sieht vor nach mindestens drei Monaten, spätestens nach sechs Monaten „Bilanz“ mithilfe eines „Nachtreffens“ zu ziehen. Den Jugendlichen soll somit die Möglichkeit gegeben werden sich aktiv an der Jugendpolitik mittels altersgerechter Methoden und ohne die fest gefügten Formen eines Jugendgemeinderats zu beteiligen. Das Jugendforum sollte mindestens einmal im Jahr, jedoch nicht öfters als zweimal im Jahr stattfinden, damit von Seiten der Jugendlichen auch stets genügend neue Ideen zustande kommen können.

Die JU-Ries hatte sich zuvor auch schon intensiv mit dem Gedanken zur Bildung eines „Jugendgemeinderats“ auseinandergesetzt, bevorzugt jedoch die Schaffung eines „Jugendforums“, da „Jugendgemeinderäte“ oft nur ein Anhörungsrecht besäßen und Vorschläge nur unzureichend behandelt würden. Auch der starke öffentliche Druck durch die Kontrolle bei einem „Nachtreffen“ würden einem „Jugendforum“ zu mehr Durchschlagskraft verhelfen als einem „Jugendgemeinderat“. Außerdem erfordere ein Jugendforum kein dauerhaftes Engagement seitens der Jugendlichen, ein Vorteil, da viele Jugendgemeinderäte heutzutage Verlust ihrer Mitglieder am Interesse an einer politischen Mitarbeit leiden. “Die Schaffung eines Jugendforums würde der Stadt Bopfingen die echte Chance geben, Jugendpolitik zu betreiben, die den Vorstellungen der Jugendlichen entspricht, und die in der Folge auch akzeptiert, respektiert und verstanden werden würde”, so lautet das Fazit der JU-Ries im „Positionspapier zur Jugendbeteiligung“, welches vorige Woche Bürgermeister Gunter Bühler und den Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat in Bopfingen vorgelegt wurde und welches unter www.ju-ries.de nachgelesen werden kann.

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