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30.07.2016 | Gmünder Tagespost
Barthle kann erneut antreten
CDU-Mitglieder nominieren Bundestagskandidaten des Wahlkreises Backnang-Schwäbisch Gmünd
Mit 84,6 Prozent der Stimmen nominierten 72 CDU-Mitglieder am Freitagabend in Lorch Norbert Barthle zum Kandidaten des Wahlkreises Backnang-Schwäbisch Gmünd für die nächste Bundestagswahl. Der Staatssekretär war der einzige Anwärter.
Von 65 gültigen Stimmen stimmten 55 CDU-Mitglieder für den 64-jährigen Barthle, neun gegen ihn, einer enthielt sich. Sollte Barthle bei der nächsten Bundestagswahl im Herbst 2017 gewählt werden, wäre das seine sechste Amtszeit.

Gerne erinnere sich der Gmünder an seine erste Nominierungsveranstaltung 1997 in Spraitbach, erzählte er dem Publikum in der Stadthalle. „Ob ich heute zum letzten Mal hier stehe, wird sich zeigen.“ Noch fühle er sich gesund und fit, um in der Politik mitzumischen. Seit Februar 2015 tue er dies als Staatssekretär im Verkehrsministerium. Dabei beschäftige er sich viel mit den Zukunftsthemen Elektromobilität und Radverkehr, aber auch mit Flugverkehr und europäischen Belangen. Nicht selten vertrete er den Verkehrsminister bei internationalen Treffen.

„Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht aber mein Wahlkreis“, sagte Barthle. Deswegen setze er sich stark zum Beispiel für den endgültigen Ausbau der B 29 und der B 14 ein. „Die offenen Abschnitte müssen in einem Guss geplant werden“, forderte Barthle und berichtete von einer Zusage des Regierungspräsidiums, dass im November mit der realen Planungsarbeit des Ausbaus zwischen Schwäbisch Gmünd und Mögglingen begonnen werde. Den Breitbandausbau, aber auch den Bahnverkehr habe er ebenfalls im Blick. „Zum Glück besteht ein enger Draht zwischen mir und Bahnvorstandsmitglied Ronald Pofalla.“ Bei Problemen genüge ein kurzes Telefonat. Bezüglich der Remsbahn müsse der Weiterbau an der Gäubahn gefördert werden.

Was sich Barthle vom Ausgang der Bundestagswahl erhofft, ließ er nicht im Dunkeln. „Eine weitere große Koalition wäre nicht mein Wunsch.“ Die SPD sei auf dem Weg zu neuen Ufern und ein unentschlossener Partner. Zudem schade eine zu lang andauernde große Koalition der demokratischen Kultur. „Das können wir in Österreich sehen.“ Stattdessen wünschte sich Barthle, dass die FDP erstarkt zurückkehre. Er thematisierte außerdem die AfD. Genau wie die Links-Partei habe die rechtspopulistische Partei keine Lösungen parat. „Vielmehr schüren sie die Politikverdrossenheit.“ Ernst nehmen müsse man sie trotzdem. Die beste Reaktion der CDU sei, eine starke Partei der Mitte zu bleiben. Dazu gehöre, auf den sich wandelnden Willen der Gesellschaft zu reagieren. „Der Umgang mit Homosexuellen zum Beispiel ist in der breiten Bevölkerung normal.“ Die Mitglieder täten gut daran, den konservativen wie den sozialen Flügel der Partei zu akzeptieren. Dass die Bundestagswahl dennoch stark von der aktuellen Stimmung abhänge, habe man anlässlich der Terroranschläge in Bayern gesehen. Dass der AfD-Politiker Alexander Gauland aber deswegen das Asylrecht für Muslime aussetzen will, sei schlicht falsch. „Gerade die CDU als christliche Partei tut gut daran, dieses Grundrecht zu verteidigen.“

Barthle sprach sich zudem für das Freihandelsabkommen mit den USA aus, forderte die deutsche Autoindustrie auf, Vorreiter der Elektromobilität zu werden und sprach der Türkei unter Recep Erdogan die Möglichkeit auf eine EU-Mitgliedschaft ab.

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