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23.07.2016 | Aalener Nachrichten
96 Prozent für Roderich Kiesewetter
Nominierungsversammlung der CDU für den Wahlkreis Aalen-Heidenheim in Westhausen
Die CDU im Wahlkreis Aalen-Heidenheim geht mit Roderich Kiesewetter in den Wahlkampf 2017. Bei der Nominierungsversammlung in Westhausen stimmten von den 155 anwesenden CDU-Mitgliedern 146 für Kiesewetter. Das sind etwas über 96 Prozent.
Mit 96 Prozent der Stimmen ist CDU-Mann Roderich Kiesewetter als Bundestagskandidat wiedergewählt worden. (Foto: Thomas Siedler )
In einer auf 15 Minuten konzentrierten, frei gehaltenen Rede bekräftigte der amtierende Abgeordnete seinen Willen, nach 2009 und 2013 im kommenden Jahr zum dritten Mal anzutreten. Kiesewetter sagte, dass ihm der Beruf des Abgeordneten Freude mache, er indes froh sei, angesichts der Belastung eine starke Frau an seiner Seite zu haben.

Keine Rolle spielten bei der Nominierungsversammlung in Westhausen die Querelen, denen sich der Abgeordnete derzeit ausgesetzt sieht. Er habe in dieser Sache Klage wegen falscher Behauptungen gegen einen früheren Mitarbeiter erhoben, sagte er. Das sei ein privatrechtliches Verfahren, weshalb er dazu keine Stellung beziehen werde. Ebenfalls kein Thema war das Gutachten einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu den Finanzen des CDU-Kreisverbandes Ostalb. Damit solle Gerüchten vorgebeugt werden, außerdem gehe es um Aufklärung, erklärte Kiesewetter. Nachfragen aus dem Saal kamen keine.

In seiner Bewerbungsrede für eine erneute Kandidatur sagte Kiesewetter, dass er das Wahlergebnis von 2013 möglichst wieder erreichen wolle. Damals erzielte er 57,6 Prozent der Erststimmen und 49,2 Prozent der Zweitstimmen. In diesem Zusammenhang beschwor er den Zusammenhalt innerhalb der CDU.

In seiner Bilanz der vergangenen drei Jahre erinnerte er an die Krisenherde auf dieser Welt, die ihn als Außenpolitiker forderten. Sorge bereitet Kiesewetter die Entwicklung in der Türkei, die sich auf dem Weg zu einer Diktatur des Islam befinde. Verkehr, Flüchtlingspolitik und Digitalisierung streifte er in seinen Ausführungen. Bei Ersterem nannte er den geplanten, teilweise zweigleisigen, Ausbau der Brenzbahn und den Ausbau der B 29. In der Flüchtlingspolitik redete er der Qualifizierung von Rückkehrern das Wort. Deren Kenntnisse würden bei einem späteren Wiederaufbau ihrer Heimatländern gebraucht. Menschen, die nicht bereit seien, sich zu integrieren, gehörten indes sanktioniert. Besser besetzt sehen möchte Kiesewetter das Thema Sicherheit. Er plädierte zudem für ein Europa, das die Menschen ruhig schlafen lässt und sich nicht bloß über Leuchtstoffröhren und Genussmittel definiert. Deutlich machte er, dass in Deutschland das Grundgesetz gilt: „Recht und Gesetz stehen über der Religion. Das ist eine Errungenschaft, die wir uns nicht wieder nehmen lassen“, sagte der CDU-Abgeordnete, der auch einräumte, dass trotz Digitalisierung keiner das Gefühl haben dürfe, nicht gebraucht zu werden.

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