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24.01.2016 | Aalener Nachrichten
Gut besuchter Neujahrsempfang der Ostalb-CDU mit Hans-Joachim Fuchtel
„Grenzschließungen werden nicht helfen“
Ein Experte zum Thema Nummer eins – das ist am Sonntag das Zugpferd des Empfangs zum neuen Jahr gewesen, zu dem die Ostalb-CDU in die Heubacher Brauerei eingeladen hatte. Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sprach über Flüchtlinge.
Zu ihrem Neujahrsempfang hat die Ostalb-CDU in die Heubacher Brauerei eingeladen.
Kreisvorsitzender Roderich Kiesewetter stellte den neuen Kreisgeschäftsführer Tim Bückner vor und beschwor die Mitglieder, die notwendigen Einsparungen gemeinsam zu tragen. Schließlich stehe die Union für Zusammenhalt, was auch für Herausforderungen und Krisen gelten müsse.

„Obergrenzen und Grenzschließungen werden nicht helfen – und unserer Wirtschaft gewaltig schaden“, machte der Kreisvorsitzende zum Hauptthema des Tages deutlich. Vielmehr gelte es, die Fluchtursachen zu bekämpfen. „Der Ostalbkreis ist im Land auf vielen Gebieten vorne mit dabei“, freute sich Peter Seyfried in seinem Grußwort als Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. Allerdings mache man sich Sorgen um die Wirtschaftlichkeit der Krankenhäuser. Und in Sachen Unterbringung und Integration der Flüchtlinge benötigten die Kommunen Hilfe von Bund und Land. Alexander Caliz stellte als einer der Geschäftsführenden Gesellschafter die Heubacher Brauerei vor, deren Auslieferungslager Schauplatz des Empfangs war.

Beifall für den Staatssekretär

Staatssekretär Fuchtel lobte die Arbeit seines Kollegen Norbert Barthle im Verkehrsministerium. Auch erinnerte er sich sehr beeindruckt an die Begegnung in Rom mit Oberbürgermeister Richard Arnold und Landrat Klaus Pavel. „Wer sich hierher begibt, muss das beachten“, hielt Fuchtel eine Ausgabe des Grundgesetzes in arabischer Sprache hoch – und erhielt dafür Beifall. Der Staatssekretär verwies auf Gesetze, die den Familiennachzug aussetzen und die Identitätsfeststellung erleichtern sollen. Dazu könnten zum Beispiel auch Handys der Flüchtlinge ausgelesen werden.

„Das Problem muss an der Wurzel gelöst werden“, betonte Hans-Joachim Fuchtel. Wo immer es möglich sei, müssten die Menschen zum Bleiben bewegt werden. Auch die Menschen in Deutschland könnten einiges dafür tun, dass nicht auch noch aus anderen Ländern Fluchtbewegungen einsetzten: „Würde eine Jeans hier einen Euro mehr kosten, wären alle in Bangladesh an ihrer Herstellung Beteiligten ausreichend versorgt“, mahnte der Staatssekretär und warb für eine App, auf der man Firmen identifizieren könne, die mit Lieferanten in den armen Ländern fair umgingen. „Die globale Wirtschaft braucht mehr globale Nächstenliebe“, schloss Fuchtel. Und genau dafür müsse die CDU die richtige Partei bleiben.

In weiteren Grußworten sprachen Europaabgeordnete Inge Gräßle sowie die beiden Landtagskandidaten Dr. Stefan Scheffold und Winfried Mack über Landespolitik.

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