Mit einer überwältigenden Mehrheit hat die Kreismitgliederversammlung der CDU des Wahlkreises Aalen Winfried Mack erneut als Spitzenkandidat für die Landtagswahlen im März nächsten Jahres gewählt. Die Position der Zweitkandidatin erfüllt ein weiteres Mal Flavia Engelhardt.
Aalen/Hüttlingen. Als feststand, dass Winfried Mack mit 255 Ja-Stimmen bei 264 abgegebenen gewählt worden war, da standen sogar Honoratioren der CDU wie Dr. Gustav Wabro und Dr. Eugen Volz auf und spendeten ausgiebig Beifall. Den hatte sich der Landtagsabgeordnete durch eine engagierte, Mut machende Rede in der voll besetzten Hüttlinger Limeshalle auch verdient.
Winfried Mack begrüßt alle CDU-ler persönlich. Er schüttelt Hände, wirkt freundlich, geht auf die Menschen zu. Am Rednerpult spricht er davon, was seine Partei in der letzten Legislaturperiode angestoßen und verwirklicht hat, er artikuliert deutlich seine Vorstellungen der Zukunft. Dass dazu eine ordentliche Portion Mut und Zuversicht gehört, lässt sich aus seinen Worten ablesen: „Wir brauchen Mut und Tatkraft, unsere Zukunft nach der schweren Wirtschaftskrise zu gestalten“, sagt Mack. Man müsse wegkommen von der „Heuschrecken-Mentalität“, die zu einer Art „Unkultur“ im Land geworden sei. Er spricht sich mit Leidenschaft für die Werte seiner Partei aus, für Freiheit, Menschlichkeit, Eigen- und Sozialverantwortung. Nur so könne ein wirtschaftlicher Strukturwandel erwirkt werden.
Neue Finanzierungsmodelle, die das Land dringend benötige, sollten nach Ansicht des Landtagsabgeordneten auf die Abschaffung des Länderfinanzausgleiches bauen. „Es kann nicht sein, dass das Saarland sich damit rühmt, keine Studiengebühren zu erheben und wir das am Ende ausgleichen müssen“, betont Mack. Überhaupt sieht er das Land in Bildungsfragen auf dem richtigen Weg. „Wir brauchen die Werkrealschulen“, plädiert Mack und verspricht, dass „die zwölf Standorte im Altkreis Aalen, auch die in Oberkochen und Unterschneidheim beibehalten werden“.
Während Winfried Mack im Straßenbau Schwachpunkte erkennt, sich für größere Mobilität durch eine Schnellbahntrasse durch Baden-Württemberg, sich für Stuttgart 21 und Hybridmotoren ausspricht, freut er sich über die ausgeglichene Entwicklung von Stadt und Land im Rahmen des Entwicklungsprogramms „Ländlicher Raum“. Deshalb ruft er auch Ebnats Ortsvorsteher Manfred Traub in Sachen „Bärenplatz“ zu: „Wir kriegen das auch ohne die Anderen hin!“. Winfried Mack streift in seiner ausführlichen Rede die gesamte Landespolitik vom Alkoholverkaufsverbot, das er selbst von 20 bis 5 Uhr fordert, über die Sätze von Hartz-IV-Empfängern bis hin zu den Landwirten, die „die CDU nie im Stich lassen wird“. Sein Vortrag ist durchzogen von spontanem Applaus der aufmerksam zuhörenden Mitglieder aus der Basis. Diesen dankt Mack ausdrücklich. „Sie sind der Seismograph unserer Partei, für sie lohnt es sich für unsere Region zu kämpfen“.