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12.07.2017, 12:00 Uhr | Frauen Union Schwäbisch Gmünd i. Gr.
Politik ist auch Frauensache
Schwäbisch Gmünder "Frauen Union in Gründung" im Gespräch mit PSt. Norbert Barthle MdB
Nach der Auftaktveranstaltung mit der Europaabgeordneten Dr. Inge Gräßle fand auch die zweite Gesprächsrunde der Gmünder „Frauen Union in Gründung“ mit dem heimischen Staatssekretär Norbert Barthle unter diesem markanten Motto statt.
Birgit Slowak, PSt. Norbert Barthle MdB, Gisela Stephan (v.l.n.r.)
Organisiert wurden diese Veranstaltungen von den Frauen Gisela Stephan, Margret Baumhauer, Birgit Slowak und Susanne Wiker mit dem Ziel, das Interesse der Frauen an politischen Themen zu wecken, um letztendlich am 16. November 2017 wieder eine Frauen Union in Schwäbisch Gmünd zu gründen. “Diese Union soll die Stimme der Frauen in der Politik verstärken. Zudem ist es auch wichtig, junge Menschen für die Politik zu gewinnen“ sagte Stephan bei der Begrüßung der anwesenden Frauen.

Barthle wies zu Beginn seines Vortrags auf den Besuch von Frau Annette Widmann-Mauz, Bun-desvorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands, am 29.08. in Schwäbisch Gmünd hin; spezifisch frauenpolitische Themen wolle er daher aussparen. Direkt von Berlin kommend, galt sein erstes Thema der aktuellen Debatte im Bundestag um die Ehe für alle. Barthle erklärte, warum er dagegen gestimmt hatte. Insbesondere das Adoptionsrecht bereite ihm Sorgen, „ich bin der Meinung, dass es dem Kindeswohl am besten dient, wenn es mit Vater und Mutter aufwachsen kann.“

Den Focus seines Vortrages legte Norbert Barthle auf seine Erfahrungen mit den Frauen in der Po-litik, mit denen er die vergangenen Jahre zusammengearbeitet hatte. Zunächst waren das während seiner Tätigkeit am Kultusministerium in Stuttgart Frau Marianne Schulz-Hector und danach Frau Annette Schavan, beide Kultusministerinnen in Baden-Württemberg. “Seit Jahren arbeite ich mit Chefinnen und ich habe sie als ebenso unterschiedlich erlebt wie die Männer in Führungspositionen“ sagte Barthle. Er berichtete sehr ausführlich und geradezu begeistert von der Kanzlerin Angela Merkel, die er regelmäßig im Bundeskabinett auch in kleiner Runde erlebt.“ Angela Merkel ist sehr schwer zu beschreiben“ so Barthle. “Sie ist ungemein klug, denkt sehr analytisch, handelt sehr überlegt und hat ein außergewöhnliches Gedächtnis für Zahlen und Fakten“.
Er beschrieb das professionelle Handeln von Angela Merkel, ihre Fähigkeit der Moderation und ihre sprachliche Begabung. “Sie spricht neben russisch fließend englisch und französisch und genießt höchste Anerkennung in der Welt. Bei jeder Fraktionssitzung ist Frau Merkel präsent, was bei kei-nem ihrer Vorgänger der Fall war“, meinte Barthle anerkennend. Ebenso herausragend ist ihre Ru-he, Souveränität und Gelassenheit, „einfach toll“ schwärmte er geradezu.

Er berichtete von einer Chinareise mit Angela Merkel und Unternehmern, wo er als haushaltspoliti-scher Sprecher dabei war. Hinflug, Rückflug, 4 Tage vor Ort, volles Programm und immer an-sprechbar und präsent musste Merkel sein – und bei der Ankunft in Deutschland, wo alle froh wa-ren, endlich abschalten zu können, ging Merkel nochmals ins Kanzleramt, um zu arbeiten. “Sie hat eine unglaubliche Kondition und ist auch im privaten Rahmen sehr humorvoll, witzig, lustig und sehr menschlich, einfach klasse!!“

Nach dem Thema Frauen in der Politik steuerte Barthle das Thema Verkehrspolitik an, als Ver-kehrsstaatssekretär hat er täglich mit dieser Materie zu tun. “Die Klimaziele werden verschärft wer-den und bis 2050 wird der Verkehr komplett dekarbonisiert sein d.h. es wird keine Verbrennungsmotoren mehr geben“ beschrieb Barthle die Zukunft der Automobilindustrie. Er berichtete weiter, dass die erforderliche Technologie bereits vorliege, aber noch die entsprechende Infrastruktur, z.B. die flächendeckenden Stromanschlüsse, fehlen. “In China gibt es Städte, wo bereits heute nur noch E -Busse fahren, soweit müssen wir auch kommen“, forderte er. Auch sollte der Luft- und Schifffahrtsverkehr miteingeschlossen werden, wünschte sich der CDU-Politiker.
Zum Schluss der Veranstaltung gab es auf Anregung aus dem Publikum noch eine kurze Diskussi-on zur Abschiebepraxis von Flüchtlingen.

Die anwesenden Frauen waren sehr angetan von den offenen Worten Barthles und von dem regen, vielschichtigen politischen Austausch mit ihm und dankten es mit großem Applaus.
Eine Fortsetzung folgt!!!

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