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28.04.2017, 17:00 Uhr | Dr. Stefan Scheffold MdL
Wir setzen die Akzente in der Bildungspolitik
Ein zentrales Wahlversprechen der CDU Baden-Württemberg bestand darin, Ruhe in die Kultuspolitik zu bringen und den Schulfrieden im Land wieder herzustellen. Daher war für uns das Kultusministerium ein Schlüsselressort, auf welches wir in den Koalitionsverhandlungen erfolgreich Anspruch erhoben haben. Seit einem Jahr ist die neue Landesregierung nun im Amt und besonders Dr. Susanne Eisenmann hat als Kultusministerin bereits positive Akzente gesetzt.
Während die Vorgängerregierung zwar Rekordsummen in den Bildungshaushalt steckte, rutschte das Land in sämtlichen Bildungsvergleichen in die Bedeutungslosigkeit ab. Dies lag vor allem daran, dass sie kostspielige Prestigeobjekte wie die Gemeinschaftsschule und die Inklusion überstürzt und schlecht vorbereitet durchsetzten, statt behutsam auf die erfolgreiche Schulpolitik von sechs Jahrzehnten aufzubauen. Dr. Eisenmann ist es nun bereits im ersten Amtsjahr gelungen, Ruhe in die Schulpolitik zu bringen, so dass fortan wieder die Schüler im Mittelpunkt stehen können.

 „Wir brauchen Ruhe im System“ bekräftigte die Kultusministerin im März bei einem Besuch in Waldstetten. Diese Ruhe wird jetzt einkehren, nachdem einige der schwerwiegendsten Fehler der grün-roten Regierung korrigiert wurden:
  1. Die Grundschulempfehlung muss der weiterführenden Schule zukünftig wieder vorgelegt werden. Dies ermöglicht bessere individuelle Förderungen und wird viele Fehlentscheidungen in der Schulart verhindern.
  2. Die Realschulen dürfen leistungsdifferenzierte Kurse einrichten und Klassen nach Leistungsstärke auf den Haupt- oder den Realschulabschluss vorbereiten.
  3. Die Bevorzugung der Gemeinschaftsschulen wird aufgehoben. Die Realschulen werden bis zum Ende der Legislaturperiode sukzessive mehr „Poolstunden“ erhalten, ohne dass dies zu Lasten der bestehenden Gemeinschaftsschulen geht. Hierfür erhalten die Realschulen mehr Lehrerdeputate.
  4. Deutsch und Mathematik werden in der Grundschule ausgebaut und die Rechtschreibung wird zukünftig ab Klasse 1 korrigiert, anstatt „Schreiben nach Hören“ zu unterstützen. Dafür soll die erste Fremdsprache zukünftig erst aber der 3.Klasse und nicht bereits ab der 1.Klasse erlernt werden. 
  5. Bestandsgarantien auch für kleine Schulen. Am Prinzip „Kurze Beine – kurze Wege“ wird nicht gerüttelt.
  6. Dem Lehrermangel werden wir u.a. dadurch begegnen, dass wir den bestehenden Lehrerpool besser verteilen. In den vergangenen Jahren hat die Schülerzahl um 10 % abgenommen, während wir gleichzeitig 10% mehr Lehrer haben.

„In der Schulpolitik des Landes ist der Schwarz-Anteil sehr hoch“, kommentieren folglich auch die Stuttgarter Nachrichten. Das gesamte erste Regierungsjahr lässt sich so betiteln. Die CDU setzt ihre Wahlkampfversprechen um und drückt dieser Landesregierung ihren Stempel auf.

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