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23.04.2017, 18:00 Uhr | Roderich Kiesewetter MdB
Wir stärken die Pflege!
Unsere Pflegekräfte sind eine unschätzbare Hilfe im Alltag. Sie helfen nicht nur ihren Patienten, sondern schenken oft auch den Angehörigen geduldig und liebevoll Aufmerksamkeit und spenden Kraft. Dabei nehmen die Aufgaben immer mehr zu, die Zahl der Pflegebedürftigen steigt in Deutschland und die Zahl der Pflegekräfte bleibt unter dem Bedarf. Wir haben als Union im Bundestag deshalb in den vergangenen dreieinhalb Jahren wichtige Reformen durchgesetzt, um die Situation der Pflegekräfte, der Pflegebedürftigen und der Angehörigen zu verbessern.
- Mehr Pflegekräfte: Heute arbeitet rund eine Million Beschäftigte in der ambulanten und stationären Altenpflege. Das sind 40 Prozent mehr als noch vor 10 Jahren. Rund 400 000 neue Mitarbeiter wurden zusätzlich eingestellt. Dadurch haben Pflegekräfte wieder mehr Zeit für ihre Patienten.

- Zusätzliche Betreuungskräfte: Durch die Pflegestärkungsgesetze ist die Zahl der Betreuungskräfte in der stationären Pflege von 28 000 auf aktuell 49 000 gestiegen. Zusätzliche Betreuungskräfte erleichtern den Alltag in der Pflege.

- Steigende Leistungen: Die Zahl der Pflegebedürftigen stieg bis 2015 auf 2,7 Millionen. Die Ausgaben der Pflegeversicherung stiegen auf rund 26,6 Milliarden Euro.

- Mehr Pflegekräfte, mehr Pflegeschüler: Die Zahl der Beschäftigten in der Altenpflege und der Betreuungskräfte in Pflegeheimen stieg in den letzten Jahren deutlich. Der Trend setzt sich fort: Immer mehr Jugendliche machen eine Ausbildung für Pflegeberufe. Allein in der Altenpflege gab es 2015/16 rund 68 000 Azubis, ein neuer Höchststand.

- Moderne Ausbildung: Künftig beginnt in allen Pflegeschulen die Ausbildung mit einer gemeinsamen Pflegeausbildung. Nach zwei Jahren entscheiden die Auszubildenden selbst: Sie können die gemeinsame Ausbildung fortsetzen oder wie bisher einen Abschluss im Bereich der Kinderkrankenpflege oder der Altenpflege wählen. Sechs Jahre nach Beginn der neuen Ausbildung erfolgt eine Auswertung. Haben bis dahin mehr als die Hälfte aller Auszubildenden den gemeinsamen Abschluss gewählt, sollen die eigenständigen Berufsabschlüsse auslaufen und nicht mehr weitergeführt werden.

- Höhere Zuschüsse für Wohnungsumbau: Wir wollen, dass Pflegebedürftige möglichst lange zu Hause leben können. Oft müssen Wohnungen pflegegerecht umgebaut werden. Die Zuschüsse der Pflegeversicherung dafür stiegen von 2011 bis 2015 um fast 200 Prozent auf 305 Millionen Euro. 4.000 Euro kann man pro Person beantragen.

- Mehr Geld für ambulante Pflege: Die Ausgaben für Betreuung zu Hause haben sich in nur vier Jahren verdoppelt. Die Zahl der Nutzer ambulanter Angebote stieg in nur zwei Jahren um rund 40 Prozent.

- Einfachere Pflegedokumentation: Die Pflegedokumentation in Pflegeeinrichtungen wurde vereinfacht. Denn Zeit für Bürokratie kostet wertvolle Pflegezeit.

- Schnellere Bearbeitung von Anträgen: Wer pflegebedürftig ist, braucht schnell Hilfe. 2011 dauerte die sogenannte Erstbegutachtung oft mehr als fünf Wochen. Heute ist dies die absolute Ausnahme. Der Durchschnitt liegt bei knapp über zwei Wochen.

Durch die Reformen und Maßnahmen schaffen wir spürbare Verbesserungen für die Pflegekräfte. Davon profitieren auch Pflegebedürftige und ihre Angehörigen.

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