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24.04.2017, 18:00 Uhr | CDU-Kreistagsfraktion
CDU-Kreistagfraktion informiert sich am Berufsschulzentrum Aalen
Industrie 4.0 und Nutzung von Tablets im Unterricht waren Kernthemen
Für die CDU-Kreistagsfraktion ist das Thema Bildung von großem Interesse und ein Schwerpunkt in der Fraktionsarbeit. Durch diese übereinstimmende Meinung in der Fraktion werden im jährlichen Haushalt des Ostalbkreises die erforderlichen Mittel insbesondere für die drei Berufsschulzentren Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd zur Verfügung gestellt.
Bei der jüngsten Besichtigung des Berufsschulzentrums in Aalen standen für die Fraktionsmitglieder das Interesse und die Informationen rund um die Lernfabrik 4.0 im Mittelpunkt.

Hier geht es um die Vernetzung von Planungs- und Produktionsprozessen um mit hocheffizienter Technik wirtschaftlich bei bester Qualität konkurrenzfähig zu bleiben.

Die Fachlehrer stellten den Fertigungsprozess eines Produktes sehr anschaulich dar. Die Fraktionsmitglieder konnten so die Herstellung eines Produktes auf der Förder- und Fabrikationsstraße auf der Basis von Industrie 4.0 verfolgen. In diesem Zusammenhang zeigten sich die Fraktionsmitglieder wie auch die Lehrer nochmal besonders erfreut über die Förderung dieser Einrichtung durch das Land mit 0,5 Mio. € und die großzügige Unterstützung der Firmen im Ostalbkreis. Rund 50% der Gesamtkosten von 1,2 Mio. Euro hat der Ostalbkreis getragen.

Diese Besichtigung war für die Mitglieder der CDU-Fraktion sehr aufschlussreich und zeigte, dass die Entwicklung weitere Neuerungen in der Produktion durch intelligente Maschinen bringen wird. So wird auch die entsprechende Ausstattung an den Berufsschulen erforderlich, um hier die Auszubildenden entsprechend dem Fortschritt auf dem neuesten Stand unterrichten und fördern zu können. Hier wird weiterhin ein enger Kontakt zwischen den Ausbildungsbetrieben und der Berufsschule wie auch zum Landkreis notwendig, um so die Motivation für Investitionen bei allen Beteiligten zu erhalten.

Nach der Besichtigung und Vorführung dieser neuen Einrichtung am Berufsschulzentrum fand eine intensive Aussprache und Diskussion zu den aktuellen Anliegen statt. Schulleiter der Technischen Schule Aalen und gleichzeitig geschäftsführenden Schulleiter der Berufsschulen Vitus Riek ergänzte, zur Ausbildung Industrie 4.0, dass es Ziel ist weitere Grundlagenlabore zu diesem Thema einzurichten.

Trotz diesen neuesten Techniken muss auch die klassische Ausbildung an einer Drehbank vermittelt werden um das Grundverständnis für den technischen Bereich vermitteln zu können. Hier besteht Ersatzbedarf.

Eine weitere Erkenntnis war, dass künftig bei Mädchen und Frauen mehr Interesse für die technischen Berufe geweckt werden muss.
Eine besondere Herausforderung für den Schulträger stellt die Ausstattung der Schüler mit Tablets dar.

Hier wäre auch eine Unterstützung durch die Betriebe sehr hilfreich.

Schulleiter Hartmut Schlipf von der Kaufmännischen Schule Aalen berichtet von den positiven Erfahrungen mit den Tablets im Unterreicht. Allerdings ist eine Neuorientierung bei der Wissensvermittlung und der Lernzielkontrolle erforderlich.

Bereits seit längerem bemühen sich die Schulleitungen um eine personelle Verstärkung bei den EDV-Administratoren. Bei diesen Aufgaben muss nach wie vor das Lehrpersonal einspringen was zulasten des eigentlich vorrangigen Ausbildungsauftrages geht.

Die Mitglieder der CDU-Fraktion werden diese Themen bei den nächsten Haushaltsplanberatungen in die Diskussion einbringen.

Erfreulich ist die nach wie vor die Schülerzahl.
Ein Rückgang durch den demographischen Wandel ist nur ansatzweise erkennbar. Erfreulich ist, dass die duale Ausbildung in Handwerk, Handel und Industrie wieder mehr Interesse findet.

So meldet die IHK eine steigende Zahl der Ausbildungsverhältnisse.
Schwierig ist es nach wie vor für spezielle Ausbildungsthemen geeignete Lehrkräfte zu gewinnen.
Hier ist deutlich die Konkurrenz der Industrie zu spüren.

Eine Herausforderung ist es jugendliche Zuwanderer in die Arbeitswelt zu integrieren. Aktuell bestehen 3 Klassen für 43 Jugendliche, berichtete Schulleiter Riek weiter. Ein Wunsch der Technischen Schule ist es, die freigewordenen Hausmeisterwohnungen zügig zu Schulräumen für diesen Unterricht umzubauen.

Der Besuch im Berufsschulzentrum war für die Mitglieder der CDU-Fraktion sehr aufschlussreich und zeigte wie wichtig die berufliche Bildung ist. Der Dialog mit den Schulleitern wird deshalb auch künftig ein gewichtiger Teil der Fraktionsarbeit bleiben. 

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