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Pressestimmen
19.07.2017, 18:17 Uhr | Schwäbische Post
Kiesewetter holt Spahn nach Aalen
Jens Spahn (CDU) ist Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesfinanzminister und hat gemeinsam mit Roderich Kiesewetter für das Parteiprogramm geworben.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter hat den Parlamentarischen Staatssekretär Jens Spahn für seinen Wahlkampf nach Aalen geholt. Gut 35 politisch Interessierte füllen den Biergarten beim Café Podium an diesem Mittwochvormittag.
Jens Spahn hilft Roderich Kiesewetter (li.) beim Wahlkampf und spricht am Mittwochvormittag im Biergarten beim Café Podium vor gut 35 interessierten Zuhörern.
Seit zehn Tagen am Stück sei er bereits in Bayern und Baden-Württemberg unterwegs, stellt der Westfale fest. Gerade kommt er aus Schwäbisch Gmünd.

Es ist eine gemütliche Runde im Biergarten. Ein bis zwei Getränke sind frei, die Sonne scheint. Spahn verbreitet gute Stimmung und zählt zunächst auf, was alles gut läuft: Noch nie gab es so viele Jahre hintereinander ohne Neuverschuldung, ein Rekordtief bei den Arbeitslosenzahlen, der Wirtschaft geht’s gut. „Die Lebenserwartung der Menschen steigt statistisch betrachtet um sechs Stunden jeden Tag“, sagt Spahn. Diese Erfolge müsse man zuerst ansprechen, findet er.

In der kommenden halben Stunde gibt er sich dann Mühe, Unterschiede zwischen der CDU und SPD herauszuarbeiten und warnt davor, sich zufrieden zurückzulehnen. Man dürfe die guten Jahre nicht für selbstverständlich nehmen. „Tun wir jetzt genug dafür, dass es auch die nächsten zehn bis 15 Jahre gut läuft?“, fragt Spahn und spricht sich für Reformen aus.

Er streift einige Schlagworte, ohne jedoch zu sehr ins Detail zu gehen. Nennt das komplizierte Planungsrecht, das viele Projekte in die Länge zieht. Wirbt für eine Rente, mit der jeder, der will, länger arbeiten kann. Lobt die Duale Ausbildung, die seiner Ansicht nach in Deutschland schlecht geredet werde, während sie andere Länder gern kopieren möchten.

Und schließlich: Flüchtlinge und die Migration. Das Thema, bei dem es in der folgenden Fragerunde die meisten Wortbeiträge aus dem Publikum gibt. Spahn gibt sich human, zeigt Mitgefühl mit den Menschen. Und vermittelt gleichzeitig das Gefühl, sich für Werte und die Kultur im eigenen Land einzusetzen. „Wir müssen kontrollieren, wer uns erreicht“, sagt er.

Den Menschenschmugglern sagt er den Kampf an. Ebenfalls der seiner Ansicht nach falsch verstandenen Toleranz gegenüber Muslimen. Zwangsheirat, muslimische Mädchen, die nicht am Schwimmunterricht teilnehmen dürfen oder insgesamt die Rolle der Frau: „Dafür muss man kein Verständnis haben“, sagt Spahn. Deutschland sollte vom ersten Tag an klar machen, was hier gilt. Zwar sei er gegen eine starre Obergrenze bei Flüchtlingen, jedoch dürfe sich die Gesellschaft beim Helfen nicht übernehmen. „200 000 Flüchtlinge pro Jahr sind zu viel“, sagt er.

Eine Frage gibt es an den früheren gesundheitspolitischen Sprecher auch zum Thema Krankenhausfinanzen und Arztversorgung. Bei Medizinern dürfe man nicht mehr nur auf die Abinote schauen, sagt er. Gerade im ländlichen Raum sei auch die Bereitschaft des Kümmerns wichtig. Und dass sich die Krankenhausfinanzen bessern müssten, darin stimmt er zu, ohne jedoch konkret darauf einzugehen.